kombiniertes Fördern und Verwiegen: CONWEIGH
Durch CONWEIGH wird ein Vakuumförderer um ein Verwiegung ergänzt. Das Nettogewicht des im Vakuumförderers gesammelten Produkts wird kontinuierlich gemessen, und die Fördermenge kann auf ein einstellbares Gewicht herangeführt werden.
Mit der CONWEIGH-Technologie wird ein Vakuumförderer zusätzlich auch zur Waage. Ein Einsatzgebiet ist die Protokollierung der geförderten Produktmenge. In der Regel wird CONWEIGH aber zum Fördern, Wiegen und Eintragen einer vorgegebenen Gewichtsmenge eingesetzt.
Für den Materialtransport werden die bewährten Vakuumförderer der VS- und PPC-Baureihe verwendet. Die Vorteile einer einfachen Wartung und Reinigung stehen dem Anwender beim CONWEIGH-System uneingeschränkt zur Verfügung.
Auch beim CONWEIGH-System kann der Vakuumförderer mittels Produktweichen an mehrere Materialaufgabestellen angeschlossen werden. Somit kann eine Rezeptur bestehend aus mehreren Komponenten nacheinander und vollautomatisiert gefördert und gewichtsgenau z.B. in einen angeschlossenen Mischer eingetragen werden.
CONWEIGH ist eine von mehreren Technologien, die Volkmann zur Kombination von Vakuumförderung mit einer Verwiegung bieten kann. Eine Übersicht über alle Technologien finden Sie hier.
Förderleistungen und Wiegegenauigkeit
Übliche Dosiermengen beginnen ab 2 kg, und können Größenordnungen von 100 kg und mehr erreichen. Bei größeren Zielgewichten wird die Menge auf mehrere Fördertakte aufgeteilt, die Gewichtsmesswerte der Fördertakte addiert, und im letzten Fördertakt die Förderung an den Zielwert herangeführt.
Das System erreicht je nach Ausführung eine Genauigkeit von 99 – 99,7%. Die Genauigkeit wird u.a. von den Materialeigenschaften des Schüttguts, der Förderleistung und dem Zielgewicht beeinflusst.
Die maximale Förderleistung beträgt – je nach Größe des eingesetzten Vakuumförderers – bis zu 4.000 kg/h.
Vorteile des CONWEIGH-Systems
Durch die Kombination aus Förderung und Verwiegung erspart sich der Anwender separate Handhabungsvorgänge.
Vom Produkteintrag bis zur Abgabe an die nachfolgende Maschine oder Behälter befindet sich das Fördergut ständig in einem geschlossenen System bestehend aus Förderleitungen und dem Vakuumförderer. Diese Trennung von Produkt und Umgebung erhöht die Sicherheit für den Bediener und die Umgebung, und schützt gleichzeitig auch das Produkt vor Verunreinigungen.
Die Funktionsweise
Abhängig von der Größe des Vakuumförderers werden im CONWEIGH-System eine oder mehrere Wägezellen eingesetzt. Die Anlagensteuerung (SPS) erhält ca. 20 Messwerte pro Sekunde, und zwar auch während der laufenden Materialförderung durch den Vakuumförderer. Auf der Basis dieser Messwerte passt die SPS die Förderleistung des Vakuumförderers an.
Der Vakuumförderer wird in einem Trägerrahmen installiert, und dieser wird einzig durch Wägezellen mit dem Gestell verbunden. Alle Förderleitungen, Versorgungsleitungen und der Anschluss zur nachfolgenden Station (Maschine oder Behälter) sind zwischen Gestell und Vakuumförderer mechanisch entkoppelt, damit die Gewichtsmessung durch die Leitungen nicht beeinflusst wird.
Die Anlagensteuerung kann die Förderleistung des Vakuumförderers stufenlos und sehr dynamisch anpassen. Dies erfolgt durch das Öffnen oder Schließen eines Ventils (sogenanntes Dünnstromventil) nahe der Produktaufgabestelle. Je mehr Luft über das Ventil in die Förderluft strömt, desto geringer wird der Luftanteil aus dem Bereich der Produktaufgabe, und dementsprechend verringert sich die eingesaugte Materialmenge.
Vakuumförderer
Trägerrahmen
Wägezelle
Kompensator
Produktaufgabestation (z.B. RNT 180)
Sekundärluft (Falschluft)
Gesteuertes Dünnstromventil
Produktabgabe z.B. in einen Behälter
Das System beginnt jeden Fördertakt bei maximaler Förderleistung. Wenn das gemessene Gewicht sich der Zielmenge ausreichend angenähert hat, wird die Förderleistung sukzessive gedrosselt und bei Erreichen des Zielgewichts beendet.
Bei großen Zielgewichten bzw. Fördergewichten werden mehrere Fördertakte zur Erlangung des Zielwerts benötigt. In diesem Fall werden alle Fördertakte – mit Ausnahme des letzten Fördertakts – bei voller Leistung durchgeführt. Das geförderte Gewicht wird jeweils erfasst und über die Takte aufaddiert. Nur beim letzten Fördertakt wird am Ende die Förderleistung gedrosselt, um die Menge an das Zielgewicht heranzuführen.