Sinter-based Additive Manufacturing

Wir haben in den letzten Wochen viel über unsere Lösungen für die Additive Fertigung mit Metallpulvern berichtet, wobei der Fokus auf den SLM-Verfahren (Selective Laser Melting) lag. Unsere Produkte werden allerdings auch bei SBAM-Verfahren (Sinter-based Additive Manufacturing) eingesetzt. Deshalb sind wir auch sehr gerne der Einladung zu einem Vortrag beim »Sinter-based Additive Manufacturing« ­– Workshop des IFAM-Instituts am 14. - 15.09.2022 in Bremen gefolgt.

Bei der Befüllung von 3D-Druckern mit Metallpulvern gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen SLM und SBAM – die Vakuumförderung ist bei beiden Verfahren eine praxiserprobte Technologie. Das Auspacken und Entpulvern von SBAM-Baujobs ist hingegen eine besondere Herausforderung, da die Grünlinge sehr empfindlich sind.

Die Aufbereitung des unverbrauchten Pulvers gelingt auch bei Anwendungen für das Binder Jetting. Gelegentlich besteht auf Anwenderseite die Sorge, dass durch die in das Pulver gelangten Binder-Spritzer sich das Siebergebnis verschlechtern könnte, oder das Sieb sich nach einiger Zeit auch komplett zusetzen würde. In der Praxis hat sich aber die ultraschallerregte Siebung in unseren PowTReX-Systemen auch im Dauereinsatz bei SBAM-Verfahren bewährt.

Thomas Ramme ging in seinem Vortrag mit dem Titel »Smart Metal Powder Handling Solutions for Additive Manufacturing« auch auf die Frage ein, ob durch die Vakuumförderung das Metallpulver geschädigt wird und letztendlich das gedruckte 3D-Bauteil eine geringere Qualität bekommt. Im Rahmen des IDAM-Projekts wurde diese Fragestellung durch das Fraunhofer-ILT (Institut für Lasertechnologie, Aachen, https://www.ilt.fraunhofer.de/) untersucht, aber es wurden keine negativen Veränderungen erkannt. Ganz im Gegenteil kann bei der Förderung und Aufbereitung die Pulverqualität sogar deutlich verbessert werden. Die Trocknung des Metallpulvers per Vakuum führt zu einer deutlichen besseren Fließfähigkeit, somit zu einem besseren Schichtauftrag, und letztendlich zu einer höheren Bauteilqualität.

Die saubere und sichere Handhabung des Metallpulvers nimmt bei den Anwendern einen wachsenden Stellenwert ein. Gleichermaßen geht es um den Schutz des Personals vor lungengängigen Stäuben wie auch um den Schutz des Metallpulvers vor Verschmutzungen. Geschlossene Systeme und der Einsatz von der Vakuumförderung sind in vielerlei Hinsicht eine optimale Lösung, da der Unterdruck im System einen Staubaustritt verhindert.

Mit über 80 Teilnehmern hat die 3. Ausgabe des vom IFAM-Instituts ausgerichteten Workshops ein reges Interesse gefunden. Wir freuen uns bereits jetzt auf den nächsten SBAM-Workshop am 13.-14.09.2023 in Bremen.

Das IFAM-Institut mit rund 700 Mitarbeitern an 5 Standorten ist eine Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft (www.ifam.fraunhofer.de). Weitere Informationen über den SBAM-Workshop finden sich in dem vom IFAM veröffentlichten Artikel: https://www.linkedin.com/posts/fraunhofer-ifam_sinter-additivemanufacturing-binderjetting-activity-6976495180161937409-xLiA?utm_source=share&utm_medium=member_desktop

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